[446] Warum brauchte man zu DDR-Zeiten keinen Führerschein?

Zum Autofahren in einem eingezäunten Gelände war kein Führerschein notwendig.


Eingeschickt von Susann Naumann aus Frankfurt am Main.
Gehört von einem Freund, der ein paar Mal von der STASI verhört wurde.
Viele Menschen in der DDR litten sehr unter den Einschränkungen der Reise- und damit Bewegungsfreiheit. Um die DDR von Nord bis Süd "abzufahren" genügte in der Regel ein Tag. Viele kamen sich deshalb wie in einem "eingezäunten Gelände" eingesperrt vor. Und dabei konnten die "erlaubten" Reisen ins sozialistische Ausland auch wenig trösten. Es ist schließlich ein normales menschliches Bedürfnis, das an die Heimat angrenzende Land zu erkunden und zu erforschen. Weil dieser Freiheitsdrang durch die DDR-Gesetzgebung unterdrückt wurde, mussten die Bürger ihn durch andere Beschäftigungen sublimieren. Da gab es ausgefallene Hobbys, intensive Familien- und Freundschaftsbeziehungen und so manches andere, was heute trotz der jetzt bestehenden Reisefreiheit vermisst wird. Besonders traurig für viele ehemalige DDR-Bürger: Durch die stagnierende Wirtschaft ist die Arbeitslosigkeit in den neuen Ländern groß. Das Einkommen reicht deshalb meist nicht für Reisen, die sich Viele vor der Wende so sehr gewünscht haben.


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